Behütet

Blätter und Stöckchen, umhüllt vom Eis, in einer unwirklichen Umgebung, ihnen kann nichts passieren, solange das Eis sie behütet und sie nicht in den Lebensprozess entlässt.

Zuhause im Stacheldraht

Spinnennetze binden Tau der Nacht für den neuen, warmen Tag.


Nacktschnecke auf Mooskapseln

Wendig, ohne Bodenberührung, windet sich die Schnecke akrobatisch auf den Samenkapseln des feuchten Mooses. Nase, Mund, Ohr, Brille, Beine, ein Kunstwerk im Kleinen.

Füreinander nahe

Eiskalte Ostwinde erschaffen neue Verbundenheit am Ufer des Sees für die Mutter mit Kind.

Rettung des Bootsflüchtlings


Wie in einer kleinen Nussschale schwimmt der Schiffbrüchige auf See, reicht mir seine Blume und signalisiert friedlich, bitte rette mich jetzt.

Schirmchen und Ei

Schutz ab Geburt, beschirmt geschlüpft, das Leben beginnt.


Erlenperlen

Nahe der Wasseroberfläche umhüllt eine Eisschicht die Erlenzapfen und adelt sie zu Erlenperlen.

Märchenwelt im tiefen Wald

Peter Pans Baum im tiefen Wald, sofort bin ich wieder Kind.


Das Tarnnetz

Am Waldboden entstehen Wohnungen, die der Mensch kaum zu sehen bekommt. Ein freundliches Gesicht fängt raffiniert die Nahrung der Spinne.

Gleißendes Licht im Naturpark

Tief im Wald ist die Phantasie zu Hause. Wurzeln, Bäume, Moos und Sonnenlicht, welch eine Komposition der Sinne.

Die pure Lebensfreude

Direkt nach einem Gewitter, das ideale Klima für die Schnecke, belebend gibt sie mir das Signal, wie gut es ihr geht und wie schön das Leben doch ist.

Lampionblumen auf Eis

Die Eisfläche des Sees komponiert die Lampionblumen zu einem Gemälde, zersetzende Hüllen spiegeln sich schemenhaft auf den eingeschlossenen Luftbläschen.

Glühpilze

Der Strahl der Morgensonne flutet Hallimasch Pilze, die erhaben in den Wald ragen.


Insel im grünen Fluss


Grün schimmern die Blätter im fließenden Waldbach und Erlenzapfen pausieren auf umspülten Stein. Ruhe strömt überall.

Eishemdchen


Ästchen, Wasser, Wind und Eiseskälte formen ihre  Kreation an Leibhemdchen, die in der Sonne glänzen. Gleich will ich sie mir überziehen.

Hutschau der gläsernen Tintlinge


Der Blick öffnet durch die gläsernen Pilzhüte die Welt von unten, ich wachse mit Ihnen.

Wiederstand verstärkt den Fluss

Wo das Wasser durch Steine und Holz gebremst wird, entwickelt es eine Kraft, die sich bündelt und die Kraft wie enge Isobaren auf einer Wetterkarte anzeigt.

Abend

Mit wacher Linse tastet der Falke sein Terrain ab, steht in der Luft, bewegungslos, hoch konzentriert, das Ziel stets vor den scharfen Augen. Mir kreisen letzte Gedanken vor dem Schlafengehen, gleich mach ich das Licht aus.

Tupfer

Verborgene, geheimnisvolle Stille ruht in mir, Tupfer der Lebendigkeit pieksen mich so rosarot.


Eiskalt komponiert

Ein kleiner Wasserfall gefriert und alles erstarrt für einen Moment, macht transparent, was sonst flimmert, ein neues Bild entsteht für den Augenblick.


Mohnblüte

Den Fokus auf nur eine Blüte konzentriert, wie erhaben sie aus der Masse ragt.

Zugang zur blauen Kathedrale

Fichten stehen Spalier und führen den Weg zu blauen Bäumen, magisch zieht es mich dorthin.

Morgen verborgen

Schemenhaft verbirgt der Morgen seine Konturen für sich, die Entdeckung konzentriert sich auf das Wenige, wie beruhigend für das Auge.

Quellwasser

Wo sich Moos am Wasseraustritt bildet, Stöckchen sich festhalten und das Wasser alles überspült, tauche ich in die Bewegung, in die Färbung und in die nasse Kühlung ein.

Die Leichtigkeit des Seins

Wie mit dem Lasso geworfen verbindet sich das Spinnennetz mit dem Himmel, gehalten nur von den Spitzen des Wegerichs.

Gebogen durch Wogen

Erst die leichten Wogen des Wassers spiegeln den Ast und geben Stab und Eis eine neue Dynamik.

Schlafender Wolkenmann

Hoch am Himmel hat sich der Wolkenmann zur Ruhe gelegt und atmet sanft ein und aus, ein und aus, ein und aus...

Blattgold

Am Teichblatt im Eis wandelt der Sonnenstrahl die braune Buchenhecke zu purem Gold in hellblauem Himmel, ich bin reich belohnt.

Wald im Kleinen

Der Strauch will wachsen, Das Ziel vor Augen, ich werde ein Baum mit vollem Tank.

Wasser

Der Bach verwirbelt das quirlige Wasser, ein durstiger Hund kommt mir in den Sinn.

Gläserne Worte

Gedanken ströhmen aus mir heraus, fassen Worte, lassen mich sein. Ich atme aus.

Bewegung bewegt

Wasser fließt bei großer Kälte, wenn es kraftvoll strömt. Ich bin schon kraftvoller, muss nur noch auftauen.

Im Wald belauscht

Lass uns ansehen, wenn wir miteinander reden, und bitte kein Blatt vor den Mund nehmen.

 Halt

Ohne Kälte kein Eis, aber ein Blatt, das unsichtbar am Seeboden läge. Wie schön, wenn es mal eisig wird und neuer Halt entsteht.

Im Innern

Ein Blick, versteinert, eisbedeckt, eingebettet im Eis,  und doch, das Haar aus grünem Moos: ein warmes Herz schlägt, bald schmilzt es.

 Leuchtturm

Blattwerk im Bach lässt sich umhüllen von aufsteigendem Wasserdampf, gefroren zu Eis. Ein kleiner Sonnenstrahl elektrifiziert den Leuchtturm.

 Licht ins Dunkel

Kälte und Dunkelheit sind nur halb so schlimm, wenn ich den Strahl der Sonne spüre und bunte Farbtupfer sehe.

 Gleiten

Ruhig strömt das Wasser, ruhig liegt der Nebel, ruhig atmen die Blätter, lebendig wie die Natur bin auch ich, einfach tief entspannt.

 Waldliebe

Bäume sind mit Bäumen über Wurzeln verbunden und tauschen Botenstoffe aus. Ein schöner Botenstoff wird auch mir zuteil, da geht doch mein Herz auf.

Wasserbrille

Eine Knospe blickt mich durch eine Wasserbrille an, die unsichtbare Spinnen und nächtlicher Tau gemeinsam angepasst haben.


 Küken

Mein erster Blick:  ein kleines Küken, behütet vom Laub des Waldes, frisch geschlüpft. Dieser Pilz ist ein wahrer Künstler.

 Der Chor der Pilze

Sie riechen nicht nur gut, ich kann sie sogar singen sehen,  und ja,  jetzt auch noch hören.

 Gesprächsstoff

Braune Sonnenblumen tauschen sich nach heißem Sommer über ihren morbiden Charme aus. 

 Strahlende Mohnwiese

Mein Auge verweilt beim Anblick der Mohnwiese im Gelb und Grün, und die Wiese erstrahlt in Gerstengrannen.

Ich bin es

Die Ameise putzt sich im Farn, welch Sebstbewußtsein sie zeigt.

Schattenspiele

Schattenspiele der Mooskapseln tänzeln auf einer Vogelfeder, der Leinwand des Waldbodens. Die Vorstellung beginnt und lädt mich zum Spielen ein.

 Brauntöne

Fichten vor dem blauen Waldmeer, besetzt von Borkenkäfern, schimmern im Spätsommerlicht in schönsten Brauntönen. Jetzt strömen noch Düfte tausender gefallener grüner Nadeln am Waldboden zu mir herauf, was für ein betörender Schlussakkord.

 Erdverbunden

In der Luft laufen, fliegen, ohne jeden Boden, zudem beleuchtet ?
Ja, das geht, Erdverbundenheit ist das Geheimnis. Einen Anker hat jedes Lebewesen zu unserer Erde.

 Wer schaut denn da

Mein erster Sekundenblick sieht das Gesicht, sitzend auf einem Holz, mit Auge, Nase, Mund, und selbst ein Grübchen auf dem Kinn. So täuschend kann der Falter auch mich verleiten.

 Biegsam

Sonne vermag es, ohne Wärme den starren Grashalm zu verbiegen. Die Eichel im Morgenlicht ist ihr Verbündeter.

Harmonie

Verbunden mit allen Elementen, Formen passen sich an, verbinden sich in Gestalt und Farben, ein Miteinander in Harmonie.


Leiter

Gestern noch hangelt sich die Spinne hinauf, heute kommen die Wasserperlen entgegen, alles ist im Fluss.


 Lichtsammler

Im tiefen, dunklen Wald leuchten sie schon von Ferne: die Lichtsammler breiten ihre Blätter aus und senden Sonnenlicht in die dunkle Stille.

Frühling

Aus der gelben Blüte des Löwenzahns hat sich eine neugierige Pusteblume entwickelt. Sonne, Wärme, Wind, wo es mich wohl hintreibt?

 Noten

Musik des Waldes erklingt zu den Tropfen, die auf Blätter und Waldboden klopfen. Die Noten für die Melodie sind in die Ästchen geschrieben.

Leichtigkeit

Ein angeschwebtes Blütenblatt bündelt Sonnenlicht und funkelt mit den Wassertropfen. Wie leicht mir jetzt ist.

Denker

Beim Schlendern durch den Wald lösen sich viele Probleme. Ein Stein schaut mich an, ganz versunken im Denken. Welche Frage er wohl gerade löst?

Kaisermantel

Am sonnigen Waldrain, dort sitzt er auf Disteln und Dost. Biltzschnell, ein Hauch von Bewegung, eilt er an mir vorbei, geräuschlos, getarnt, majestätisch, ein wahrer Kaisermantel.

Ach ne!

Jeden Tag dasselbe Essen. Ist es nicht ein Privilleg,  seine Auswahl beim Essen zu haben?

Fallschirm oder Drache

Ob dieser Schirm nach unten schwebt oder vom Boden gehalten im Wind tanzt,  wir haben die Wahl unserer Vorstellungen, es fühlt sich ganz leicht an.

Keiner sieht es

Ob im klimatischen Fussabdruck, der Eingabe im Computer oder Bewegen auf der Strasse, verborgen bleibt nichts, auch, wenn wir die Seite wechseln.

Fluss im Stillstand

Ich denke, ich bin stecken geblieben, nichts geht mehr weiter, und doch, ich werde umströmt von reinem Wasser, klar geht es weiter.

Glückswachstum

Ich lieg herrlich entspannt im Gras, mein Blick schweift durch die Wiese, wie leicht vermehrt sich mein Glück.

Aufrollen des Garns

Kindheitserinnerungen kommen auf. Beide Arme ausgestreckt, das Garn umrundet sie mit jeder Umdrehung, gleich ist das Knäuel fertig.

Freundlichkeit

Mitten aus dem Moosteppich schaut mich ein freundliches Gesicht an. So hab ich als Kind die Sonne gemalt. Es gibt wohl viele Sonnensysteme.

Feuerwerk

Disteln entlassen im Sommer ihre Samen durch die Lüfte, ein Feuerwerk der Fortpflanzung.

Rollenspiele

Wasser grenzt sich von anderen Tropfen ab.  Wunderbar, alle Tropfen fließen auch wieder zusammen.

Schatzkästlein

Wasser strömt über das Blatt, der Sonnenstrahl vergoldet es und diamantenes Schimmern bewegt auch mich.

Wissen und Sehen

Wir sehen die Schwebfliege und die Blütenstempel, obwohl wir sie nicht wirklich sehen. Unser Wissen macht uns sehend.

Kopflos

Die Möglichkeiten, aus sich heraus zu wachsen oder sich in sich selbst zu verstecken, sind enorm. Was haben wir doch für eine Vielfalt.

Ungesehen

Nebel auf dem See, die Wirklichkeit verschwimmt, Schwäne tauchen ihre Hälse zum Gründeln ein, sie werden unsichtbar, ein Moment der Stille.


Höher

Wenn Du denkst, Du bist oben, kommt einer, der noch höher hinaus will. Er braucht Dich aber zum Aufstieg und auch zum sich oben Halten:  bedacht.

Muskelspiele

Wozu habe ich denn Muskeln, die alle Unebenheiten problemlos ausgleichen.  Sie machen auch stark, lass ich sie doch mal spielen.


Lichtblick

 Ich spüre den Buchenwald leuchten.

 Sanftheit

Steine, Wellen, Terassen, ich will sie streicheln, die Finger gleiten lassen, sie werden sanft wie ein Blatt. Es streichelt  sie schon.

Paradiesisch


Wo Wasser und Blätter harmonieren, sehe ich Milch und Honig fliessen.




Igel


überwintern gern unter Blättern. Blätter können die Form von Igeln annehmen, welch eine Sybiose.




Neu für Alt


Altes geht, Neues kommt, der Bach liefert die Lupe.